GINA SCHÖLER2018-12-13T13:22:52+01:00

Project Description

GINA SCHÖLER

GLÜCKSMINISTERIN

Vom Zukunftsoptimismus und der Glücksgestaltung: Lasst uns einen Dominoeffekt der guten Gefühle anstoßen.

„Wir sind alle miteinander verbunden. Wie klein doch die Welt ist, merken wir vor allem, wenn sich im Gespräch mit einer neuen Bekanntschaft herausstellt, dass wir gemeinsame Kontakte haben. Jüngste Statistiken von Facebook haben sogar ergeben, dass mittlerweile jeder jeden um 3,5 Ecken kennt (Spiegel Online, 2016). Dadurch ergibt sich eine unvorstellbare Reichweite für positive Nachrichten, wenn wir optimistisch in die Zukunft blicken. Wie viele Menschen braucht es, um die Welt zu verändern?

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt – das Zitat von Mahatma Gandhi könnte nicht aktueller und wichtiger sein denn je! Denn mit jeder kleinen guten Tat, die wir tun, und sei es jemandem in der Bahn oder auf der Arbeit freundlich zuzulächeln, lösen wir einen Dominoeffekt der positiven Gefühle aus. Glück ist ansteckend, und so kann der nächste wiederum sein Netzwerk inspirieren.

Das Jahr 2018 hat ein Aufwachen angestoßen und immer mehr Menschen werden sich über ihre Gedanken, ihre Werte und ihr Verhalten bewusst. Wie können wir nachhaltig konsumieren, einen sinnvollen Umgang mit der Digitalisierung schaffen und für unsere wertvollen Werte innerhalb unserer Gesellschaft einstehen? Das sind Fragen, die nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken sind und ihre Wirkung zeigen: Nicht umsonst ist das größte Ocean-Clean-Up-Projekt gestartet, um die Weltmeere von Plastik zu befreien, Supermärkte erhöhen das vegane und faire Sortiment und neue Organisationen retten die übrig gebliebenen Lebensmittel, Menschenmengen setzen sich für die Erhaltung von Forstgebieten ein und es werden sogar Kuschelparties initiiert, um einander wieder mehr zu berühren. Wenn das keine positiven Nachrichten sind!

Uns ist allen klar, dass wir viel zu viel Zeit mit unseren Smartphones verbringen – die wir durchschnittlich über 2617 mal am Tag berühren – und dass wir uns nach mehr „offline“-Zeit sehnen. Wir wollen sehen und gesehen werden, auf Augenhöhe und nicht nur über das Display. Digital Detox, um mal raus aus dem virtuellen sozialen Netz rein ins echte Leben zu kommen, und sich wieder mehr mit unserem Gegenüber zu verbinden. Denn während sich die künstliche Intelligenz weitaus schneller entwickelt, als wir uns selbst Wissen aneignen können, haben wir dann nicht die Verantwortung, uns wieder mehr auf die Werte zu besinnen, die unsere Menschlichkeit ausmachen? Empathie, Mitgefühl, Zuneigung, Freude, Verständnis und Wertschätzung. Und genau da können wir ansetzen – es gilt die menschliche und emotionale Intelligenz zu fördern. Und das beginnt schon im Kindesalter!

Lasst uns – jeder von uns im Rahmen seines Wirkungskreises, seiner Möglichkeiten – schauen, was wir hier und heute und jetzt uns selbst und unseren Mitmenschen Gutes tun können. Das ist nicht uneigennützig, das nährt Seele und Herz ungemein. Es hilft unserem Gegenüber und das hat die Chance den Funken an andere weiter zu geben. Natürlich braucht das eine Gewisse Portion Selbstverantwortung und Empathie. Man muss über den eigenen Schatten springen und aus der Komfortzone ausbrechen. Aber es lohnt sich wirklich nachhaltig, von diesem passiven Erdulder der Umstände, hin zum aktiven Gestalter des gesellschaftlichen und individuellen Glücks zu werden.

Also: Wer, wenn nicht wir und wann, wenn nicht jetzt? Los geht’s, es gibt viel zu tun!“

Gina Schöler, Glücksministerin